Gartenstart auf der Furrenweid
Gartenstart mit Aussicht auf das Oldenhorn

Gartenstart auf der Furrenweid

Neulich, als es mal gerade nicht regnete, habe ich die Gemüsebeete im neuen Garten auf der Furrenweid umgegraben. Viel zu buddeln war nicht, denn die fette Erde ist reichlich bewohnt mit Regenwürmern, und die machen viel Arbeit ganz alleine, wenn man sie in Ruhe lässt. Ich habe also nur so viel umgegraben, wie nötig war, um Löwenzahn und andere unerwünschte Gewächse zu entfernen. Und dann habe ich zwei Reihen Kartoffeln gepflanzt, einen kleinen Sack Steckzwiebeln, habe dem Zaun entlang etwas Feuerbohnen gesät. In die Beete pflanzte ich Salatsetzlinge, Kohlrabi, Randen, Krautstiele und einige Zucchini. Im Schutz der grossen Rhabarberstauden habe ich eine junge Gurkenpflanze ausgewildert. Das ist sicher etwas riskant auf dieser Höhe (1300 M.ü.M), aber wer nichts wagt, wird schliesslich auch keine Gurken gewinnen. 

Und dann habe ich nach meinem ersten Arbeitstag im neuen Gärtchen auch gleich etwas geerntet: ich habe ein paar Stiele von den schönen grossen Rhabarbern gepflückt, sowie ein Bündchen vom Schnittlauch geerntet, den die Vorgänger freundlicherweise dagelassen hatten. Ausserdem habe ich grosszügig junge Brennesseln und Gierschblätter abgeschnitten und einen ganzen Eimer davon mit in die Küche genommen. Es gibt kaum ein feineres und nährstoffreicheres Frühlingsgemüse als solcher Wildkräuterspinat!  

Am nächsten Tag kamen dann Freunde helfen, und wir haben meinen schönen hellblauen Gartentisch aus Biel auf die Terrasse hochgeschleppt. Der Tisch ist tonnenschwer, und das muss auch so sein – der sollte jedenfalls nicht gleich beim nächsten Föhnsturm weggeweht werden! Als wir damit fertig waren und auch die roten Spaghettistühle auf der Terrasse platziert hatten, kam leider schon der nächste Regen. Und so haben wir das wohlverdiente Apéro halt erst mal verschoben…. Hauptsache, die jungen Setzlinge wachsen nun gut an! 

Das nächste Mal, als ich dann in einer Regenpause auf der Furrenweid oben auf der Terrasse sass, wurde mir erst klar, dass man von hier aus den Wasserfall vom Sanetsch hört! Er liegt ja genau gegenüber. Dieser Tage ist er richtig gross, und schon fast berauschend in seiner Intensität. Oh wie sehr ich mich freue, nun an diesem magischen Ort gärtnern zu dürfen!

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